Ich möchte Ihnen meine Geschäftsideen vorstellen und damit verbunden unterschiedliche Formen von Firmen Engagement im Bezug auf “Design und sozialer Verantwortung”.

Artikel dieser Reihe:

  1. Übersicht
  2. Geschäftsideen
  3. Interessensgruppen und Einflüsse
  4. Strategische Dilemmas

Beschreibung der Geschäftsideen

Alle drei Geschäftsideen basieren auf einem online Shop. Dabei habe ich nicht konkret festgelegt, um welche Produkte es sich dabei handeln könnte (z.B. Haushaltsgeräte, Möbel, Bekleidung etc.). Ich habe mir dies bewusst noch offen gelassen, um mich durch Überlegungen bezüglich Produktsegmente nicht zu früh einzuschränken.

Geschäftsidee “Schön und gut”

Verkauft werden Produkte, die von Designern entwickelt und durch Non-Profit Organisationen (NPO) hergestellt werden. Die Produkte können dabei aus aller Herren Ländern stammen.

Geschäftsidee “Soziale Schnäppchen”

Produkte von Design Marken aus nicht mehr aktuellen Kollektionen: werden registrierten Kunden in kurzfristigen Promotionen zu reduzierten Preisen angeboten; Dabei werden x% des Verkaufspreises einer NPO gespendet.

Geschäftsidee “Engagierte Designwelt” – in Anlehnung an joinred

Verkauft werden Produkte, die in „social private Partnerschaften“ (siehe mögliche Definitionen unten) entstehen:

  • Zwischen Unternehmen aus dem Design Sektor (oder auch Design Verbänden) und NPOs. X% der Umsätze werden in ethisch/nachhaltige Funds investiert.
  • Oder zwischen Design Universitäten und NPOs. Dabei unterstützen die Unternehmen aus dem Design Sektor diese Form der Zusammenarbeit durch Sponsoring und/oder durch ihre Expertise.

Art des Firmenengagements und Fragestellungen

Mir war es bei der Ausgestaltung meiner Ideen wichtig, eine Bandbreite von möglichen Unternehmens-Engagements aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang würde ich Sie gerne auf eine Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft hinweisen, wo die Möglichkeiten der sozialen Unternehmensverantwortung nach der Intensität des Engagements nach Dresewski (2004) klassifiziert werden. Nachfolgend führe ich auf, für welche Form des Engagements nach Dresewski die Ideen stehen und welche Fragestellungen sich bezüglich dem sozialen Verhalten von Unternehmen ableiten lassen. Diese Fragestellungen werden auch mit meinen Interviewpartner diskutiert.

Geschäftsidee “Schön und gut”
Art des Firmenengagements: Auftragsvergabe an soziale Organisationen
Fragestellungen: Ist die Produktion durch z.B. Behinderten Werkstätten überhaupt “sozial”? Welcher Art muss die soziale Verantwortung den kooperierenden Designern gegenüber sein? Was sind darüber hinaus Kriterien für soziale Verantwortung im Herstellungsprozess?

Geschäftsidee “Soziale Schnäppchen”
Art des Firmenengagements: Zweckgebundenes Marketing (gleichbedeutend mit der englischen Bezeichnung cause related marketing) oder Unternehmensspenden
Fragestellungen: Ist es “gut”, dass Unternehmen im Rahmen ihres vielleicht kurzfristigen Engagements soziale Missständen beeinflussen, mit dem Ziel ihr eigenes Image mit positiven Emotionen bzw. Außenwahrnehmung aufzuladen und ihre Umsatzzahlen so zu erhöhen?

Geschäftsidee “Engagierte Designwelt“
Art des Firmenengagements: Gemeinwesen Joint-Venture, Soziales Risiko-Kapital und/oder Sozialsponsoring
Fragestellungen: Wie können langfristige “social innovation partnerships” zwischen Design Universitäten, Unternehmen aus dem Design Sektor (oder Design Verbänden) und NPOs initiiert werden? Nach welchen Kriterien müssen die Partner ausgewählt werden, damit eine längerfristige erfolgreiche Zusammenarbeit möglich wird? Wie können “gute” ethisch/nachhaltige Funds ermittelt werden? Wie muss die Idee der “Patenschaft” angelegt sein, damit auch ein langfristiges Engagement gewährleistet ist?

Definition „social private partnership“

Dresewski definiert diese Form der Partnerschaft als „Gemeinwesen Joint-Venture“. In Wikipedia findet sich ein ausführlicher Artikel zu public social private partnerships, der die Form als Partnerschaft zwischen einem Unternehmen bzw. Organisation der öffentlichen Hand, aus der Privatwirtschaft und der Sozialwirtschaft beschreibt.

Im Zusammenhang mit meiner Arbeit möchte ich den Begriff bezüglich der involvierten Partner möglichst offen verstanden wissen. Ich kann mir entsprechend folgendes vorstellen:

  • die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen
  • die Teilnahme einer Organisation der öffentlichen Hand (z.B. Design Universitäten/Fachhochschulen), wobei dies keine Bedingung sein soll
  • anstatt Unternehmen der Privatwirtschaft Mitglieder von Verbänden


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