Ich versuche mich heute an einer persönlichen Liste.
Artikel dieser Reihe:
0. Übersicht
1. Shops, die strategischen Konsum ermöglichen
2. Fundraising (noch in Arbeit)
3. Ehrenamt (noch in Arbeit)
4. Design Initativen (noch in Arbeit)
Zuerst vielleicht die Frage: Kann man einkaufen und ein gutes Gewissen haben?
Kann man — suggerieren zumindest zwei Ansätze, die zugegebenermaßen etwas vereinfacht drei bzw. vier Kriterien für den ethischen und nachhaltigen Konsum aufführen.
Der eine wurde in meinem Artikel über strategischen Konsum im Zusammenhang mit einem von der Verbraucher Initiative entwickelten Leitsystem vorgestellt — mit den Kriterien ökologisch, sozial, hochwertig und gesund. Und der zweite cleanEuro in dem Artikel Design, dass die kulturelle Identität wahrt mit den Kriterien fair, öko und nahe. Ich füge einfach noch einen Aspekt hinzu: Junges bzw. Nischendesign.
Glore Living
Der Shop ist ansprechend und übersichtlich gestaltet — mit vielen sehr schönen Produkten. Der nachhaltige Aspekt aller Produkte findet sich versteckt in Form einer Icon-Legende mit sechs möglichen Formen der Nachhaltigkeit. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Besonders wenn die Ikons bei den Produkten alleine stehen — ohne weitere Erklärung.
Website: www.glore-living.de
Übrigens gibt es auch noch nur Glore. Das steht für einen online Shop für nachhaltige Mode.
Faircustomer
Der Schweizer Shop hat einen großen Bauchladen an Produktsegmenten — und mit etwas Geduld findet man schöne und aussergewöhnliche Produkte. Die Gestaltung ist klar, reduziert und strahlt freundliches aus. Die Legende der vier möglichen Kriterien der Nachhaltigkeit befindet sich unaufdringlich, aber klar und verständlich auf der Startseite und bei jedem Produkt. Besonders gut gefällt mir der offene Umgang mit den Herstellern. Diese werden zu jedem Produkt in einer Spalte rechts vorgestellt. Willkommen Glaubwürdigkeit!
Website: www.faircustomer.ch
Fair-Käuflich
Der Shop kleidet sich in leicht verspielter Retro Ästhetik. Aus der Produktbeschreibung erschliesst sich kein nachhaltiger Ansatz, dafür wird man unter Qualitätswaren mit Zukunft fündig: Es geht hier um Design aus Europa (ist das unter nah zu verstehen?) und Umweltverträglichkeit. Tatsächlich erkenne ich hier feine Produkte von Behinderten Werkstätten wieder, vergleiche Artikel Design von Benachteiligten.
Website: www.fair-kaeuflich.de
Nine Lives
Der Shop ist das absolute Gegenteil von Verspielt: grau, rechteckig, aufgeräumt und einfach in der Struktur. In über Ninelives erfahren wir, dass wir in einem Shop für ökologisches Design aus aller Welt gelandet sind. Die Produkte haben teilweise einen interessanten Flair, auch wenn ich wenige davon als Designprodukte bezeichnen würde.
Website: www.ninelives.de
Green Your Life
Der Shop kommt leicht daher, fast etwas kosmetisch. Hier wirst Du direkt angesprochen und kannst dich freuen über soziale, gemeinnützige Projekten, fairem Handel, ökologischen Transportwegen etc. Und das Du alles richtig machst beim Einkauf. Etwas übertrieben, dafür finden sich hier sehr ausführliche Produkt- und auch Herstellerbeschreibungen. Das weckt mein Vertrauen. Der aufmerksame Leser dieses blogs, erkennt auch die Produkte von loony design wieder.
Website: www.green-your-life.de
Wertvoll
Der Shop ist klein und fein gemacht. Wer nicht versteht, was ich meine, soll sich das Interview über die Macherinnen unter Philsophie anschauen. Zu finden ist hier Mode: fair gehandelt, ökologisch oder handgemacht. Angenehm empfinde ich auch die professionellen Produktdarstellungen.
Website: www.wertvoll-berlin.com
armedangels
Der Shop für Mode Artikel kommt ganz kräftig in schwarz, magenta und cyan daher. Es ist was für Frau, Mann und Kind dabei — für letzteres ist die Auswahl allerdings etwas dürftiger. Hier begegnen uns wieder Ikons öko, fair, sozial, die auch gleich auf der Startseite einfach und verständlich vorgestellt werden.
Website: www.armedangels.de
Planethelp
Der Shop bietet in dem Sinn keine nachhaltigen Produkte. Vielmehr ist er ein Ausgangspunkt, der zu vielen bekannten Marken verlinkt. Komme ich über diesen Link auf einen entsprechenden Shop und kaufe dort ein, unterstütze ich gleichzeitig eine Hilfsorganisation meiner Wahl mit bis zu 15% des Einkaufspreises.
Website: www.planethelp.de
join red
Die Initative basiert auf dem Prinzip zweckgebundenes Marketing. Unternehmen entwickeln Produkte meist mit dem farblichen Bezug rot. Wird eines dieser Produkte gekauft, hat sich das Unternehmen verpflichtet bis zu 50% des Profits für Medizin an Aids Erkrankte zu spenden.
Website: www.joinred.com/
Dawanda
Der Shop ist eine Plattform auf der jeder seine selbst gemachten Sachen zum Kauf anbieten kann, meist in kleinsten Serien und wenn gewünscht manchmal auch mit der Möglichkeit zur Personalisierung. Wenn man so will, also fair, weil direkt vom Hersteller. Es können hier teilweise sehr ausgefallene, wunderschöne Dinge entdeckt werden. Das amerikansiche Pendant heisst dazu übrigens etsy.
Website: http://de.dawanda.com//
Übrigens habe ich die Idee, Jungem bzw. Nischen-Design Ladenfläche in kleinsten Einheiten zu vermieten, schon vor vielen Jahren in Berlin, in der Kastanienallee, kennengelernt. Leider ist die digitale Entsprechung nicht so gut: Fach-Geschäft.
kidsmodern
Der Shop widmet sich Design für Kinder, was an sich schon schön und gut ist. Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung wird nicht direkt thematisiert. Allerdings finden sich einige Hersteller im Repertoire, die in Behinderten Werkstätten produzieren lassen. Schön auch der Anspruch jungen Designern eine Plattform zu geben.
Website: www.kidsmodern.com
Hier gehts zur Übersicht der aktuellen Artikel
Comments
No comments for this post